Was ist FSME?
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine virale Infektionskrankheit, die das zentrale Nervensystem befällt.
FSME wird zumeist durch den Stich einer infizierten Zecke auf den Menschen übertragen.
Zecken sind in der Regel bei Aktivitäten im Freien in hohem Gras, Gebüsch und losem Laub sowie in bewaldeten Gebieten zu finden.

In Deutschland werden immer mehr Landkreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Aktuell sind 185 Kreise in Deutschland als FSME-Risikogebiete identifiziert.

Was sind die ersten anzeichen und symptome?
Die Zeitspanne zwischen der Exposition gegenüber dem FSME-Virus und den ersten Anzeichen von Symptomen beträgt in der Regel einige Tage bis wenige Wochen. In der ersten Phase der Infektion kann das Virus grippeähnliche Symptome hervorrufen:
- Fieber
- Erschöpfung
- Kopf- und Gliederschmerzen
Bei etwa einem Drittel der Infizierten kommt es anschließend zu einer zweiten Phase, in der neurologische Erkrankungen auftreten können, die von einer leichten Meningitis bis zu einer schweren Enzephalitis reichen. Die in der zweiten Phase auftretende Meningoenzephalitis kann zu Lähmungen, neurologischen Folgen oder zum Tod führen.
Wenn ein Zeckenstich schwerwiegende Folgen hat
In diesem Video berichtet Dirk Abel, wie sich die FSME-Infektion seiner Tochter Emily bemerkbar machte, und welche Auswirkungen ihre Erkrankung bis heute hat. Die Geschichte von Emily zeigt, dass FSME über unspezifische Anfangssymptome hinausgehen und zu ernsthaften neurologischen Erkrankungen führen kann.
FSME vs. Borreliose
Neben FSME können auch andere Erreger, wie z. B. Borreliose-Erreger, über Zeckenstiche übertragen werden. Treten nach einigen Tagen bis wenige Wochen nach dem Stich grippeähnliche Symptome auf – oft in Verbindung mit einer sich ringförmig ausbreitenden Rötung an der Stichstelle – kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.
Obwohl beide Krankheiten durch Zeckenstiche übertragen werden, ist FSME eine virale und die Borreliose eine bakterielle Infektionskrankheit. Das bedeutet, dass eine durch Borrelien hervorgerufene Erkrankung mit Antibiotika behandelt werden kann, diese aber gegen die FSME unwirksam sind. Einen zuverlässigen Immunschutz gegen die FSME bietet nur eine Impfung. Gegen Borreliose steht noch kein Impfstoff zur Verfügung.
bin ICH gefährdet?
Nicht bei jedem Zeckenstich kann man sich mit FSME infizieren. Das Risiko, sich mit dem Virus anzustecken, ist am größten, wenn Sie sich in Gebieten aufhalten, in denen FSME-infizierte Zecken häufig vorkommen.
Ein erhöhtes Risiko für eine FSME-Infektion besteht vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, im südöstlichen Thüringen, in Sachsen, im südöstlichen Brandenburg und östlichen Sachsen-Anhalt. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen.
Im März 2026 meldete das RKI zwei neue Risikogebiete: In Sachsen kommen der Landkreis Nordsachsen und in Sachsen-Anhalt der Stadtkreis Halle (Saale) als Risikogebiete hinzu.
So schützen Sie sich vor FSME
Es gibt viele praktische Möglichkeiten, sich vor einer Ansteckung mit dem FSME-Virus zu schützen. Der zuverlässigste Schutz ist jedoch die FSME-Impfung, wenn Sie planen, sich in einem betroffenen Gebiet viel im Freien aufzuhalten.
die fsme-impfung
- Die FSME-Impfung stellt den zuverlässigsten Schutz dar. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung für Bewohner von Risikogebieten sowie für Reisende in Risikogebiete.
- Mit drei Impfdosen innerhalb weniger Monate kann eine Grundimmunisierung erreicht werden.
- Eine erste Auffrischung sollte in der Regel nach drei Jahren erfolgen.
- Für Kinder gibt es Impfstoffe, die ab Vollendung des ersten Lebensjahres zugelassen sind.

So vermeiden sie zeckenstiche
- Tragen Sie lange Hosen, Socken und geschlossenes Schuhwerk, wenn Sie wandern, zelten oder sich in Risikogebieten im Freien aufhalten.
- Vermeiden Sie Unterholz, Gräser und Büsche. Zecken halten sich in bis zu 1,50 m Höhe auf.
- Vermeiden Sie den Verzehr von unpasteurisierten Milchprodukten.
- Zeckenstiche tun nicht immer weh. Untersuchen Sie Ihren Körper täglich auf Zecken, die sich festgesaugt haben. Entfernen Sie sie so schnell wie möglich.
- Auf Impfschutz achten: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine FSME-Impfung bzw. -Auffrischungsimpfung.

so entfernen sie eine Zecke
Nehmen Sie eine Pinzette mit feiner Spitze oder ein Werkzeug zum Entfernen von Zecken und ein Antiseptikum mit. Die meisten Apotheken führen diese Artikel.
Wenn sich eine Zecke auf Ihrer Haut festgesetzt hat, entfernen Sie sie so schnell wie möglich. Dies können Sie mit den folgenden Schritten sicher tun:
Damit Sie Ihren Aufenthalt im Freien möglichst risikofrei genießen können, erkundigen Sie sich hier nach einem wirksamen Schutz vor Zecken und einer FSME-Infektion.
Informationen in anderen Sprachen
Informationen zu FSME in English, Türkçe, Українська zum Download:
- How to protect yourself from ticks and Infections: Download info in English.
- Kenelerden ve Enfeksiyonlardan Korunma Yolları: Bilgileri Türkçe indir.
- Як можна захиститися від кліщів та інфекцій: Завантажити інформацію українською.

Weitere Informationen
Erfahren Sie mehr zur FSME:
Stolzer Sponsor der

Referenzen
- ECDC, Tick-borne encephalitis – Annual Epidemiological Report for 2022, https://www.ecdc.europa.eu/sites/default/files/documents/tick-borne-encephalistis-annual-epidemiological-report-2022_0.pdf , letzter Aufruf: März 2026
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), FSME – Erregersteckbrief,
https://www.infektionsschutz.de/infektionen/erregersteckbriefe/fsme/, letzter Aufruf: März 2026 - Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), FSME-Impfung bei Kindern,
https://www.infektionsschutz.de/impfen/fuer-kinder-0-12-jahre/fsme-impfung-bei-kindern/, letzter Aufruf: März 2026. - Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), FSME – Frühsommer-Meningoenzephalitis (Impfung für Erwachsene), https://www.infektionsschutz.de/impfen/fuer-erwachsene/fsme-fruehsommer-
meningoenzephalitis/, letzter Aufruf: März 2026. - Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Borreliose – Erregersteckbrief,
https://www.infektionsschutz.de/infektionen/erregersteckbriefe/borreliose/, letzter Aufruf:
März 2026.